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Woher kommen die Schreibideen? – Mutters Fahrschule

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Einer meiner Großonkel war Fahrlehrer und erzählte manchmal Erlebnisse mit seinen Fahrschülern. Unter anderem hatte er eine ältere Dame, die schon seit Jahren Fahrunterricht nahm. Allerdings sah sie es wohl mehr als Freizeitbeschäftigung an, statt als eine ernstzunehmende Aufgabe. Wenn sie keine Lust mehr hatte, selbst zu fahren, überließ sie dem Fahrlehrer das Autofahren und genoss nur den Ausflug.
In den 50er und 60er Jahren kam das Automobil gerade in Mode. Nicht jede Familie besaß ein Auto, häufig hatte niemand in der Familie einen Führerschein. Als die Deutschen zu mehr Geld kamen, erwarben zuerst die Männer eine Fahrerlaubnis. Frauen machten damals im besten Fall eine kurze berufliche Ausbildung und heirateten bald, so sah es auf jeden Fall das Frauenideal vor. Als Hausfrauen verfügten die wenigsten über genug Geld, um Autofahren zu lernen. Erst als in den 70er Jahren das Haushaltseinkommen stieg, erlangten immer mehr Frauen einen Führerschein. Viele waren dabei auch schon etwas älter und taten sich dementsprechend schwer, so wie Melanies Mutter in „Mutters Fahrschule“.
Die Geschichte steht im E-Book „Hinter jeder Tür wartet neues Glück: Liebesgeschichten“.

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Woher kommen die Schreibideen? – „Nie wieder Tretbootfahren!“

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Eigentlich sind Tretboote idiotensicher. Sie stabil gebaut und kentern nicht, auch wenn man aufsteht und an die Kante tritt, deshalb werden sie auch schon an Kinder verliehen. Das Steuern ist vielleicht nicht so einfach, da die Boote eher unförmig sind, aber meist werden sie auf kleinen Seen vermietet und da sind die Anforderungen nicht so hoch. Das Vorankommen an sich ist nicht anstrengend und vom Radfahren gewohnt. Deshalb werden sie auch überall an unerfahrene Ausflügler verliehen. Trotzdem kommt es ab und zu Unfällen.
Meine Hauptperson Malin hat schreckliche Angst vor Wasser, seitdem sie als Kind fast ertrunken wäre. Natürlich schaut sie deshalb beim Einsteigen nicht nach unten und tritt genau in den Spalt zwischen Anleger und Boot. Ideengeber war eine Freundin, die auf diese Weise ein unfreiwilliges Bad genommen hat, allerdings war sie keine Nichtschwimmerin und hatte auch keine Panik vor Wasser. Bei einem der ersten Dates mit ihrem neuen Freund versank sie vor seinen Augen in der Hamburger Alster. Allerdings war sie nur bis zum Bauch nass, da sie sich noch einem Pfahl festhalten konnte. Vielleicht stand sie in Ufernähe sogar schon auf dem Grund. Schließlich misst der Alstersee an den tiefsten Stellen nur 4,5 Meter. Meiner Freundin war das Erlebnis vor ihrem Freund oberpeinlich, ihr wäre es sicher lieber gewesen, es wäre ihr mit der besten Freundin passiert.
Die Geschichte „Nie wieder Tretbootfahren!“ ist im E-Book „Hinter jeder Tür wartet neues Glück: Liebesgeschichten“ nachzulesen.

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Woher kommen die Schreibideen? – Der Blick in die Zukunft

Prophezeiung
Eine meiner Freundinnen ist als chronisch Kranke Frührentnerin. Als aufgeweckte, intelligente Frau beschäftigt sie sich mit allem Erdenklichen. Eine Zeitlang war es Esoterik. So pendelte sie unsere Zukunft aus oder legte Karten. Immer mit dem Hinweis, dass sie nur Möglichkeiten aufzeigen würde. Was daraus entstehen würde, liege dann am Verhalten jedes Einzelnen. So ähnlich war es ja schon in den klassischen griechischen Sagen. Hätten Ödipus Eltern ihren Sohn nicht weggegeben, hätte er seinen Vater gekannt und nicht aus Versehen erschlagen. Es ist also nicht immer gut, eine Weissagung allzu wörtlich zu nehmen.
Wie Julia mit Fränzis Prophezeiung umgeht, steht in der Geschichte: „Der Blick in die Zukunft“ im E-Book „Hinter jeder Tür wartet neues Glück: Liebesgeschichten“.

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Woher kommen die Schreibideen? – Wenn einer eine Reise macht

Im letzten Jahr wollte ich eine Cousine besuchen. Leider fiel die S-Bahn aus. Kein Problem, hatte ich doch vorsorglich genug Pufferzeit eingeplant. Doch auch die nächste S-Bahn kam nicht pünktlich, sondern verspätete sich reichlich. Ich hatte schon Panik, dass ich meinen ICE verpassen würde. Dementsprechend beeilte ich mich beim Umsteigen. Doch auf dem Gleis angekommen, ertönte die Durchsage, dass sich der Fernzug verspäten würde. Zum Glück hatte ich einen Platz reserviert, denn der Zug war übervoll.

Nach einer Stunde Fahrzeit blieben wir an einem kleinen Bahnhof stehen. Der Grund wurde vorerst nicht genannt, aber die Bahnmitarbeiter hatten ein Einsehen mit den Reisenden und ermunterten uns, den Zug zu verlassen und uns auf dem Bahnsteig die Beine zu vertreten. Was vor allem die Raucher ausnutzten.

Erst nach einer Stunde kam die Durchsage: „ Wegen einer Oberleitungsstörung ist die Strecke gesperrt. Wir werden zurückfahren und eine andere Strecke nehmen.“

An meinem Einsteigbahnhof hielten wir wieder eine Weile, bevor es endlich weiterging. Aber wenigstens war die Zugbegleiterin sehr nett.  Sie verteilte Formulare, um einen Teil des Fahrpreises erstatte zu bekommen und suchte mir auch einen neuen Anschlusszug mitsamt dem Abfahrtsgleis heraus. Zum Glück gab es im nächsten Zug genug freie Plätze und ich musste nicht stehen, wie ich befürchtet hatte, da meine Platzkarte verfallen war.

Natürlich fragte ich mich, warum ich mich am Morgen so beeilt und Sorgen gehabt hatte, den ICE zu verpassen. Ich hätte zwei Stunden länger schlafen können. Noch während der Fahrt begann ich die Kurzgeschichte „Wenn einer eine Reise macht“ zu schreiben, die im E-Book „An Problemen wächst man“ steht.

Woher kommen die Schreibideen? – Frühlingswahn

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEine Freundin von mir machte in jungen Jahren ständig Diäten, da gab es die Eierdiät, die Atkins-Diät und verschiedene mehr, an die ich mich nicht mehr erinnere. Dafür wurde meine Aufmerksamkeit auf diese Dinge gelenkt. So steht im Frühling in gefühlt jeder Illustrierten eine neue Diät, beim Reformhaus liegen Getreidesäckchen für eine Körnerdiät im Schaufenster und in der Apotheke stehen Schlankheitspulver und –pillen in Ständern in der Nähe des Verkaufstresens.

Einmal bekam ich in der Miederwarenabteilung eines Kaufhauses folgendes Gespräch zwischen Kundin und Verkäuferin mit:

Verkäuferin: „Der BH sieht gut aus.“

Kundin: „Ja. Ich nehme ihn, aber eine Größe kleiner.“

Verkäuferin: „Aber er passt ausgezeichnet.“

Kundin: „Ich will abnehmen, deshalb brauche ich ihn kleiner.“

Tatsächlich brachte ihr die Verkäuferin einen anderen BH an die Kasse.

Für mich waren die beiden Dinge die Vorlage für die Geschichte „Frühlingswahn“ aus dem E-Book „An Problemen wächst man“, in der Sophie sich durch Diäten quält, um in den süßen Bikini zu passen und ihrem Traummann damit zu gefallen.

Woher kommen die Schreibideen? – Glatteiswarnung

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Vor Jahren hatten wir einen Glatteiswinter. Wochenlang dümpelten die Temperaturen um null Grad herum. Tagsüber taute es leicht, während nachts alles wieder zufror. Straßen und Gehwege waren mit einem mehreren Zentimeter hohen Eispanzer bedeckt. Das Laufen war gefährlich, die Krankenhäuser überfüllt mit Patienten, die ausgerutscht waren und sich Arme und Beine gebrochen hatten.

Ich legte eines Tages vor den Augen einer erschrockenen älteren Dame eine artistische Darbietung hin, als die Beine wegrutschten und ich wild mit den Armen, in einer Hand noch einen vollen Einkaufsbeutel, herumruderte. Im letzten Augenblick schaffte ich es, auf den Füßen zu bleiben. Andere Passanten beobachtete ich, die sich gerade eben noch am Gartenzaun festklammern konnten.

Den Autofahrern erging es ähnlich. Selbst die Busse rutschten und drehten sich. Wir wohnten an einer Ecke, wo sich die Straße gabelte. So manches Mal standen wir am Fenster und beobachteten die Autos. Die Fahrer, die ganz im Schneckentempo fuhren, schafften es, um die Kurve zu manövrieren. Die Wagen, die viel zu schnell unterwegs waren, schlitterten geradeaus weiter. Aber die, die vorsichtig, aber nicht langsam genug waren, bretterten geradewegs in den gegenüberliegenden Glascontainer hinein, der dann jedes Mal laut schepperte.

Diese Ereignisse fand ich so witzig, dass daraus die Kurzgeschichte „Glatteiswarnung“ entstand, die inzwischen im E-Book „An Problemen wächst man“ erschienen ist.