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Woher kommen die Schreibideen – „Wer kann, der kann“

Beim Zappen durch die Fernsehkanäle blieb ich eine Weile bei einer Musiksendung hängen. Es wurden alte Schlager gespielt und die Sänger waren dementsprechend nicht ganz so jung, wie sie auf dem Bildschirm wirkten. An eine Sängerin erinnere ich mich noch lebhaft. Sie stakste auf wirklich hohen Highheels über die Bühne, die drei Stufen zu einem Podest hoben sie die Tänzer vom Fernsehballett elegant hoch. Gehässig vermutete ich, dass sie allein nicht hinaufgekommen wäre. Bei ihrem Vortrag stand sie ziemlich steif und wechselte nur von einem Bein aufs andere.

Etwas später beobachtete ich Ähnliches bei der Sängerin eines Ferienhotels. Auch sie trug Pumps mit extrem hohen Absätzen. Immerhin musste sie nicht von ihrem Partner getragen werden, aber ihr Gang wirkte sehr verhalten und gestelzt, dabei war sie erheblich jünger als die Schlagersängerin aus der Fernsehsendung. Seitdem lauere Ich immer, wenn Frauen auf Highheels laufen.

Einmal habe ich mutig im Schuhladen welche ausprobiert, sicherheitshalber klammerte ich mich am Regal fest. Doch erstaunlicherweise waren sie bequem und ich hatte einen festen Halt. Trotzdem habe ich sie nicht gekauft. Mir reicht es, dass ich mir vor Jahren einmal den Knöchel gebrochen habe.

In „Wer kann, der kann“ im E-Book „Schuhträume“ beobachten Maret und Luca eine Frau, die auf dem schwankenden Schiff durch ihre hohen Absätze in Schwierigkeiten kommt.

Woher kommen die Schreibideen – „Schuhkauf mit Kindern“

Die meisten Eltern kennen sicher den Stress, den ein Kinderschuhkauf bedeutet. Vor allem, wenn die Kinder nicht die von den Fabriken erwarteten Idealfüße besitzen. Dann wandert man von Schuhladen zu Schuhladen und versucht, die Kleinen unterdessen bei Laune zu halten. Mit einem Kind mag es noch gehen, bei mehreren wird es regelrechter Stress. Wir landeten irgendwann bei einem entfernteren Laden, der dafür aber immer Comics im Fernsehen laufen ließ. Dadurch waren die Kleinen meistens eine Weile beschäftigt, während wir Eltern mit geduldigen Verkäufern versuchten, die passende Fußbekleidung zu bekommen. Manchmal hielten die Schuhe nur ein Vierteljahr, weil die Kinder so schnell wuchsen. Und immer mussten dann gleich mehrere Schuhpaare besorgt werden, wobei Gummistiefel, Haus- und Turnschuhe meist unproblematisch waren. Aber Halbschuhe und Winterstiefel bedeuteten richtigen Stress. Die Kinder wollten natürlich Schuhe mit blinkenden Absätzen oder solche mit Spielzeug als Zugabe haben. Wir suchten einfach nur Schuhwerk, das wirklich passte. Einmal nahmen wir notgedrungen auch weiße Schuhe, weil es das einzige passende Paar war. Sicher war es ein Ladenhüter, herausgesucht aus der hintersten Lagerecke von einem geduldigen Verkäufer.
Bei einer besonders langandauernden Anprobe regnete es plötzlich Schuhe, weil das gelangweilte Geschwisterkind sich unbemerkt davongeschlichen hatte und im Nachbargang die Regale ausräumte und den Inhalt durch die Gegend warf.
Diese Erfahrungen habe ich in „Schuhkauf mit Kindern“ im E-Book „Schuhträume“ verarbeitet.

Woher kommen die Schreibideen – „Lieblingsflipflops“

Vor Jahren quälten wir uns in Tschechien von Pec pod Sněžkou zu Fuß auf die Schneekoppe hinauf. Die allermeisten Besucher des Bergs fuhren mit der Seilbahn und liefen nur die letzten Meter bis zum Gipfel. Doch dieses kurze Stück hatte es in sich. Die Felsen waren glatt und fielen seitlich steil ins Tal hinab. Umso erstaunter war ich, mit welchem leichten Schuhwerk viele Ausflügler unterwegs waren.

Einige Jahre später durchwanderten wir die Wutachschlucht im Schwarzwald, den größten Canyon Deutschlands. Der gut gesicherte Weg führt teilweise oberhalb des Flusses über einen schmalen Felssims. Durch die Luftfeuchtigkeit war der Fels rutschig. Ich ärgerte mich, meine Bergstiefel daheim gelassen zu haben und nur fest Halbschuhe mit gutem Profil angezogen zu haben. Aber wahrscheinlich bin ich viel zu ängstlich, denn auch hier kamen uns Touristen mit dem einfachsten Schuhwerk entgegen. Eine Frau trug, wie in meiner Geschichte „Lieblingsflipflops“, ihre Badelatschen am Gürtel befestigt und lief barfuß über die Felsen. Natürlich spann ich sofort eine Kurzgeschichte daraus, die im Buch „Schuhträume“ nachzulesen ist.

Woher kommen die Schreibideen – „Schuhträume“

Meine erste Schuhgeschichte schrieb ich als Werbung zu unserer Tanzromanreihe und veröffentlichte sie auf diesem Blog. Ganz unauffällig erwähnte ich nämlich einen Debütantinnenball.
Als eine Verlegerin auf ihrem Blog anbot, Geschichten zu lektorieren, nahm ich die Gelegenheit wahr und schickte sie ihr. Sie hatte einiges an dem Text auszusetzen. Leider hatte ich das Gefühl, die Kurzgeschichte beim Versuch, ihre Ratschläge umzusetzen, zu verschlimmbessern. Aber der große Gewinn der Aktion war ihr Tipp, doch ein Buch nur mit Schuhgeschichten zu schreiben. Dafür habe ich ziemlich lange gebraucht. Schuhe sind nicht so wirklich mein Hobby, für mich sind sie Gebrauchsgegenstände, sie müssen vor allem bequem und strapazierfähig sein. Doch so nach und nach sammelten sich die Geschichten an. So hatte ich im Frühsommer endlich genug Seiten für ein Buch zusammengeschrieben und fand sogar Zeit, sie zu überarbeiten.
Das Ergebnis ist mein neustes E-Book „Schuhträume“. Zu beziehen ist das Buch bei Amazon, Thalia, Weltbild, Hugendubel und Bücher.de.

Woher kommen die Schreibideen –  „Kuraufenthalt an der See“

Bei einem Ostseeurlaub auf Usedom gab es in unserem Hotel nicht nur für die Übernachtungsgäste Frühstück, sondern auch für Fremde.  Da wir ziemlich abgelegen wohnten, überlegte ich, wer wohl dort frühstücken würde. Die meisten machten sich in ihren Appartements sicher selbst Frühstück, was ja viel preiswerter ist. Doch schräg gegenüber lag eine Kurklinik und als ich einen älteren Herrn mit einem Jüngeren sah, wahrscheinlich seinem Sohn, überlegte ich, ob der Sohn nicht seinen kurenden Vater besuchte.

Dazu kam eine Geschichte, die einer Freundin von Pflegern nach einer Blinddarmoperation erzählt wurde. Von einem Patienten, der, statt vor einer Bauchoperation zu fasten, heimlich aus den Krankenhaus geschlichen war und draußen noch Scholle mit Kartoffelsalat gegessen hatte. Die Ärzte fanden es bei der Operation heraus. Der Patient überlebte seine Unvernunft leider nicht.

Und so entstand meine Geschichte „Kuraufenthalt an der See“ aus „Sonne, Strand und Federwolken“. Da es eine Liebesgeschichte ist, überlebt Frederike natürlich ihre Diätsünden. – Ob sich viele Kurärzte ärgern, weil ihre Patienten auswärtig sündigen?

Woher kommen die Schreibideen – „Allein auf Rügen“

Wer kennt es nicht? Da ist man im Urlaub, aber statt des erhofften Sonnenscheins, gibt es Dauerregen und schon nach kürzester Zeit hat man seine mitgebrachten Bücher ausgelesen, also geht man shoppen, durchwühlt sämtliche Läden, kauft unnötigen Schnickschnack und – ganz wichtig – neuen Lesestoff. Wie viel schrecklicher muss es sein, wenn man allein Urlaub macht?

Manchmal begegnet man  im Urlaub zufällig auch Bekannten. So haben wir auf einer Reise gleich drei Kindergarteneltern getroffen. Ein anderes Mal bummelten wir in Zinnowitz durch die Einkaufsstraße, als wir gerufen wurden. Überrascht sahen wir uns  um und entdeckten unsere Nachbarn, die uns von einem Café zuwinkten.

Aus solchen kleinen Erlebnissen lassen sich prima Urlaubsgeschichten entwickeln.

Woher kommen die Schreibideen – „Quallenalarm“

Habt Ihr schon mal in Dänemark an der Ostsee Urlaub gemacht? Wenn man Pech hat und der Wind ungünstig steht, ist das Wasser voller Quallen. Ein Bekannter erzählte, wie er versucht hat, den dichten Quallengürtel zu untertauchen. Leider hatte er die Entfernung unterschätzt und tauchte mitten in einer  Qualle auf. Schrecklich.

Normalerweise sah ich nur wenige Quallen in der Ostsee und machte dann vorsichtig einen Bogen um sie herum, auch wenn es harmlose Tiere waren. Aber ich mag sie einfach nicht. Doch eines Tages kam ich zum Strand und wunderte mich, warum keiner badete. Langsam tastete  ich mich ins kalte Wasser, um  mich daran zu gewöhnen. Plötzlich sah ich vor mir eine Riesenqualle, bestimmt in Schlapphutgröße. Obwohl ich vorher noch nie bewusste eine Feuerqualle gesehen hatte, wusste ich genau, dass es eine war.  Entsetzt wich ich nach rechts aus, nur um vor der nächsten, noch größeren zu stehen, links schwamm  auch eine.  Egal wohin ich sah, überall waren diese riesigen orangefarbenen Feuerquallen. Sie umzingelten mich regelrecht. Verängstigt tastete ich mich im Schneckentempo im Zickzack durch diesen Feuerquallengürtel.  Und war erleichtert, als ich endlich das rettende Ufer erreicht hatte. An diesem Tag ging ich nicht mehr schwimmen und verstand, warum die anderen Feriengäste sich lieber sonnten als zu baden. Seither achte ich immer vorher darauf, ob ich irgendeine Qualle im Wasser entdecke oder ob es ein besonders auffälliges Verhalten bei den anderen Strandbesuchern gibt.

Rena gerät in „Quallenalarm“ so wie ich damals in Panik und weiß nicht, wie sie sich retten soll. Die Geschichte ist in „Sonne, Strand und Federwolken“ nachzulesen.