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Woher kommen die Schreibideen? – Mutters Fahrschule

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Einer meiner Großonkel war Fahrlehrer und erzählte manchmal Erlebnisse mit seinen Fahrschülern. Unter anderem hatte er eine ältere Dame, die schon seit Jahren Fahrunterricht nahm. Allerdings sah sie es wohl mehr als Freizeitbeschäftigung an, statt als eine ernstzunehmende Aufgabe. Wenn sie keine Lust mehr hatte, selbst zu fahren, überließ sie dem Fahrlehrer das Autofahren und genoss nur den Ausflug.
In den 50er und 60er Jahren kam das Automobil gerade in Mode. Nicht jede Familie besaß ein Auto, häufig hatte niemand in der Familie einen Führerschein. Als die Deutschen zu mehr Geld kamen, erwarben zuerst die Männer eine Fahrerlaubnis. Frauen machten damals im besten Fall eine kurze berufliche Ausbildung und heirateten bald, so sah es auf jeden Fall das Frauenideal vor. Als Hausfrauen verfügten die wenigsten über genug Geld, um Autofahren zu lernen. Erst als in den 70er Jahren das Haushaltseinkommen stieg, erlangten immer mehr Frauen einen Führerschein. Viele waren dabei auch schon etwas älter und taten sich dementsprechend schwer, so wie Melanies Mutter in „Mutters Fahrschule“.
Die Geschichte steht im E-Book „Hinter jeder Tür wartet neues Glück: Liebesgeschichten“.

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