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Woher kommen die Schreibideen? – Wenn einer eine Reise macht

Im letzten Jahr wollte ich eine Cousine besuchen. Leider fiel die S-Bahn aus. Kein Problem, hatte ich doch vorsorglich genug Pufferzeit eingeplant. Doch auch die nächste S-Bahn kam nicht pünktlich, sondern verspätete sich reichlich. Ich hatte schon Panik, dass ich meinen ICE verpassen würde. Dementsprechend beeilte ich mich beim Umsteigen. Doch auf dem Gleis angekommen, ertönte die Durchsage, dass sich der Fernzug verspäten würde. Zum Glück hatte ich einen Platz reserviert, denn der Zug war übervoll.

Nach einer Stunde Fahrzeit blieben wir an einem kleinen Bahnhof stehen. Der Grund wurde vorerst nicht genannt, aber die Bahnmitarbeiter hatten ein Einsehen mit den Reisenden und ermunterten uns, den Zug zu verlassen und uns auf dem Bahnsteig die Beine zu vertreten. Was vor allem die Raucher ausnutzten.

Erst nach einer Stunde kam die Durchsage: „ Wegen einer Oberleitungsstörung ist die Strecke gesperrt. Wir werden zurückfahren und eine andere Strecke nehmen.“

An meinem Einsteigbahnhof hielten wir wieder eine Weile, bevor es endlich weiterging. Aber wenigstens war die Zugbegleiterin sehr nett.  Sie verteilte Formulare, um einen Teil des Fahrpreises erstatte zu bekommen und suchte mir auch einen neuen Anschlusszug mitsamt dem Abfahrtsgleis heraus. Zum Glück gab es im nächsten Zug genug freie Plätze und ich musste nicht stehen, wie ich befürchtet hatte, da meine Platzkarte verfallen war.

Natürlich fragte ich mich, warum ich mich am Morgen so beeilt und Sorgen gehabt hatte, den ICE zu verpassen. Ich hätte zwei Stunden länger schlafen können. Noch während der Fahrt begann ich die Kurzgeschichte „Wenn einer eine Reise macht“ zu schreiben, die im E-Book „An Problemen wächst man“ steht.

Woher kommen die Schreibideen? – Frühlingswahn

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEine Freundin von mir machte in jungen Jahren ständig Diäten, da gab es die Eierdiät, die Atkins-Diät und verschiedene mehr, an die ich mich nicht mehr erinnere. Dafür wurde meine Aufmerksamkeit auf diese Dinge gelenkt. So steht im Frühling in gefühlt jeder Illustrierten eine neue Diät, beim Reformhaus liegen Getreidesäckchen für eine Körnerdiät im Schaufenster und in der Apotheke stehen Schlankheitspulver und –pillen in Ständern in der Nähe des Verkaufstresens.

Einmal bekam ich in der Miederwarenabteilung eines Kaufhauses folgendes Gespräch zwischen Kundin und Verkäuferin mit:

Verkäuferin: „Der BH sieht gut aus.“

Kundin: „Ja. Ich nehme ihn, aber eine Größe kleiner.“

Verkäuferin: „Aber er passt ausgezeichnet.“

Kundin: „Ich will abnehmen, deshalb brauche ich ihn kleiner.“

Tatsächlich brachte ihr die Verkäuferin einen anderen BH an die Kasse.

Für mich waren die beiden Dinge die Vorlage für die Geschichte „Frühlingswahn“ aus dem E-Book „An Problemen wächst man“, in der Sophie sich durch Diäten quält, um in den süßen Bikini zu passen und ihrem Traummann damit zu gefallen.

Woher kommen die Schreibideen? – Glatteiswarnung

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Vor Jahren hatten wir einen Glatteiswinter. Wochenlang dümpelten die Temperaturen um null Grad herum. Tagsüber taute es leicht, während nachts alles wieder zufror. Straßen und Gehwege waren mit einem mehreren Zentimeter hohen Eispanzer bedeckt. Das Laufen war gefährlich, die Krankenhäuser überfüllt mit Patienten, die ausgerutscht waren und sich Arme und Beine gebrochen hatten.

Ich legte eines Tages vor den Augen einer erschrockenen älteren Dame eine artistische Darbietung hin, als die Beine wegrutschten und ich wild mit den Armen, in einer Hand noch einen vollen Einkaufsbeutel, herumruderte. Im letzten Augenblick schaffte ich es, auf den Füßen zu bleiben. Andere Passanten beobachtete ich, die sich gerade eben noch am Gartenzaun festklammern konnten.

Den Autofahrern erging es ähnlich. Selbst die Busse rutschten und drehten sich. Wir wohnten an einer Ecke, wo sich die Straße gabelte. So manches Mal standen wir am Fenster und beobachteten die Autos. Die Fahrer, die ganz im Schneckentempo fuhren, schafften es, um die Kurve zu manövrieren. Die Wagen, die viel zu schnell unterwegs waren, schlitterten geradeaus weiter. Aber die, die vorsichtig, aber nicht langsam genug waren, bretterten geradewegs in den gegenüberliegenden Glascontainer hinein, der dann jedes Mal laut schepperte.

Diese Ereignisse fand ich so witzig, dass daraus die Kurzgeschichte „Glatteiswarnung“ entstand, die inzwischen im E-Book „An Problemen wächst man“ erschienen ist.

Neues E-Book „An Problemen wächst man“

51IqqzfN+GLVor ein paar Tagen ist mein E-Book „An Problemen wächst man“ erschienen. Natürlich lassen sich Schwierigkeiten mit einer neuen Liebe viel besser lösen.

Es enthält folgende sechs Liebesgeschichten zum Schmökern:

Glatteiswarnung: Dina gerät während einer Glatteisperiode in Schwierigkeiten. Nicht nur als Fußgängerin und Autofahrerin, sondern auch beruflich. Doch sie weiß sich zu helfen.

Frühlingswahn: Sophie freut sich auf die Pfingstreise ihrer Clique. Sie hofft, dabei ihrem Schwarm Sebastian näherzukommen. Vorher möchte sie unbedingt einen neuen Bikini kaufen, leider passt der noch nicht.

Verlier nie die Hoffnung: Kurz nachdem Vanessa den Job verloren hat, trennt sich auch noch ihr Mann von ihr. Zum Glück hat ihre Freundin Hella die rettende Idee.

Eine Kate für den Filmdreh: Die junge Malerin Marie ist in Geldnöten, da kommt ihr die Vermietung ihrer Kate für einen Krimi gerade recht.

Wenn einer eine Reise macht: Ronja lädt ihre Freundin Stella zu sich ein, da diese nach dem Tod ihrer Katze niedergeschlagen ist. Allerdings verläuft die Bahnfahrt alles andere als planmäßig.

Sorgfältig geplant: Charlie und Stefan träumen von einem eigenen Restaurant, doch der Weg in die Selbständigkeit ist sehr steinig.

Zu beziehen ist es bei Amazon, Thalia, Weltbild, Hugendubel und Buecher.de.

Woher kommen die Schreibideen – „Wer kann, der kann“

Beim Zappen durch die Fernsehkanäle blieb ich eine Weile bei einer Musiksendung hängen. Es wurden alte Schlager gespielt und die Sänger waren dementsprechend nicht ganz so jung, wie sie auf dem Bildschirm wirkten. An eine Sängerin erinnere ich mich noch lebhaft. Sie stakste auf wirklich hohen Highheels über die Bühne, die drei Stufen zu einem Podest hoben sie die Tänzer vom Fernsehballett elegant hoch. Gehässig vermutete ich, dass sie allein nicht hinaufgekommen wäre. Bei ihrem Vortrag stand sie ziemlich steif und wechselte nur von einem Bein aufs andere.

Etwas später beobachtete ich Ähnliches bei der Sängerin eines Ferienhotels. Auch sie trug Pumps mit extrem hohen Absätzen. Immerhin musste sie nicht von ihrem Partner getragen werden, aber ihr Gang wirkte sehr verhalten und gestelzt, dabei war sie erheblich jünger als die Schlagersängerin aus der Fernsehsendung. Seitdem lauere Ich immer, wenn Frauen auf Highheels laufen.

Einmal habe ich mutig im Schuhladen welche ausprobiert, sicherheitshalber klammerte ich mich am Regal fest. Doch erstaunlicherweise waren sie bequem und ich hatte einen festen Halt. Trotzdem habe ich sie nicht gekauft. Mir reicht es, dass ich mir vor Jahren einmal den Knöchel gebrochen habe.

In „Wer kann, der kann“ im E-Book „Schuhträume“ beobachten Maret und Luca eine Frau, die auf dem schwankenden Schiff durch ihre hohen Absätze in Schwierigkeiten kommt.

Woher kommen die Schreibideen – „Schuhkauf mit Kindern“

Die meisten Eltern kennen sicher den Stress, den ein Kinderschuhkauf bedeutet. Vor allem, wenn die Kinder nicht die von den Fabriken erwarteten Idealfüße besitzen. Dann wandert man von Schuhladen zu Schuhladen und versucht, die Kleinen unterdessen bei Laune zu halten. Mit einem Kind mag es noch gehen, bei mehreren wird es regelrechter Stress. Wir landeten irgendwann bei einem entfernteren Laden, der dafür aber immer Comics im Fernsehen laufen ließ. Dadurch waren die Kleinen meistens eine Weile beschäftigt, während wir Eltern mit geduldigen Verkäufern versuchten, die passende Fußbekleidung zu bekommen. Manchmal hielten die Schuhe nur ein Vierteljahr, weil die Kinder so schnell wuchsen. Und immer mussten dann gleich mehrere Schuhpaare besorgt werden, wobei Gummistiefel, Haus- und Turnschuhe meist unproblematisch waren. Aber Halbschuhe und Winterstiefel bedeuteten richtigen Stress. Die Kinder wollten natürlich Schuhe mit blinkenden Absätzen oder solche mit Spielzeug als Zugabe haben. Wir suchten einfach nur Schuhwerk, das wirklich passte. Einmal nahmen wir notgedrungen auch weiße Schuhe, weil es das einzige passende Paar war. Sicher war es ein Ladenhüter, herausgesucht aus der hintersten Lagerecke von einem geduldigen Verkäufer.
Bei einer besonders langandauernden Anprobe regnete es plötzlich Schuhe, weil das gelangweilte Geschwisterkind sich unbemerkt davongeschlichen hatte und im Nachbargang die Regale ausräumte und den Inhalt durch die Gegend warf.
Diese Erfahrungen habe ich in „Schuhkauf mit Kindern“ im E-Book „Schuhträume“ verarbeitet.

Woher kommen die Schreibideen – „Lieblingsflipflops“

Vor Jahren quälten wir uns in Tschechien von Pec pod Sněžkou zu Fuß auf die Schneekoppe hinauf. Die allermeisten Besucher des Bergs fuhren mit der Seilbahn und liefen nur die letzten Meter bis zum Gipfel. Doch dieses kurze Stück hatte es in sich. Die Felsen waren glatt und fielen seitlich steil ins Tal hinab. Umso erstaunter war ich, mit welchem leichten Schuhwerk viele Ausflügler unterwegs waren.

Einige Jahre später durchwanderten wir die Wutachschlucht im Schwarzwald, den größten Canyon Deutschlands. Der gut gesicherte Weg führt teilweise oberhalb des Flusses über einen schmalen Felssims. Durch die Luftfeuchtigkeit war der Fels rutschig. Ich ärgerte mich, meine Bergstiefel daheim gelassen zu haben und nur fest Halbschuhe mit gutem Profil angezogen zu haben. Aber wahrscheinlich bin ich viel zu ängstlich, denn auch hier kamen uns Touristen mit dem einfachsten Schuhwerk entgegen. Eine Frau trug, wie in meiner Geschichte „Lieblingsflipflops“, ihre Badelatschen am Gürtel befestigt und lief barfuß über die Felsen. Natürlich spann ich sofort eine Kurzgeschichte daraus, die im Buch „Schuhträume“ nachzulesen ist.