Schlagwort-Archive: Bücher

Bewertungen

Wenn ich mir etwas Teureres anschaffe, einen neuen Arzt oder ein Ferienquartier suche, schaue ich inzwischen im Internet nach den Bewertungen und treffe erst dann meine Entscheidung. Warum soll ich zu einem Arzt gehen, der sich keine Zeit für ein Gespräch nimmt? Oder ein Quartier buchen, das laut ist oder wo das Personal unfreundlich ist?
Früher habe ich bei großen Anschaffungen erst einmal nach den Testergebnissen der Stiftung Warentest geschaut. Allerdings sind wir mit einer Heizung hereingefallen, die trotz guter Ergebnisse schon ein paar Jahre später verrottet war.
Natürlich lese ich die Meinungen anderer kritisch. Ist es eine Einzelmeinung? Vielleicht hat das ein Nörgler geschrieben? Oder das Lob wirkt so übertrieben, dass mir Zweifel kommen. Am besten ist es natürlich, wenn es eine Reihe ähnlicher Meinungen gibt.
Bücher kaufe ich eigentlich nach anderen Gesichtspunkten. Manchmal wird im Radio oder der Zeitung ein Buch empfohlen und mir gefällt der Tipp. Doch meistens stöbere ich in einer Buchhandlung, lese den Klappentext und blättere im Buch und lese den Text an. Beim Versandhandel – ich kaufe sehr selten Bücher im Internet, ich liebe Buchhandlungen und möchte, dass sie am Leben bleiben – gehe ich ähnlich vor. Ich lese den Klappentext und dann die Leseprobe. Bei den Käuferrezensionen bin ich inzwischen etwas vorsichtig geworden. Da gibt es welche, die die fürchterlichsten Texte hochloben und dann wiederum andere, die alle Bücher schlecht machen. Misstrauisch werde ich auch, wenn einige Rezensenten in kurzer Zeit sehr, sehr viele Kritiken schreiben. Machen die das beruflich? Wie können sie sonst täglich vielleicht mehrere Bücher lesen und dann auch noch etwas dazu schreiben? Natürlich gibt es Vielleser und Schnellleser und Schnellschreiber. Und einige dieser Vielleser geben wirklich eine umfassende, gut begründete Meinung ab. Leider tun es nicht alle und daher ist es mir lieber, mir selbst eine Meinung zu bilden.

Ferienbeschäftigung

Schon seit der Schulzeit liebe ich es, in den Ferien zu lesen. Egal, wo ich sie verbringe, schmökern kann ich überall. Ob daheim auf der Terrasse oder dem Balkon, ob am Strand oder in den Bergen nach einer langen Wanderung.
Morgens ausschlafen und vor dem Aufstehen noch im Bett lesen und natürlich abends vor dem Einschlafen auch noch eine Runde. Endlich habe ich Zeit und kann die Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke in Ruhe abarbeiten.
Als die Kinder klein waren, bauten sie Sandburgen und ich durfte lesen. Ab und zu musste ich dann den Sand aus den Seiten schütteln und auf dem Rückweg waren die durchgelesenen Bücher erheblich dicker, weil ich nicht alles hinausbekam. Eine Reisetasche war immer mit Lektüre gefüllt. Für mich und für die Kinder, in der Hoffnung, dass sie endlich einmal lesen würden, wenn sie nichts Besseres zu tun hatten. Fernsehen gab es nicht, auf jeden Fall keine deutschen Sender. Zum Glück glaubten sie es uns noch und spielten nicht selbst an der Satelliteneinstellung herum.
Dank der E-Books ist mein Gepäck in letzter Zeit erheblich leichter geworden. Und falls ich tatsächlich alles durchgelesen habe, muss ich nicht die letzte deutsche Illustrierte im Hotelkiosk kaufen, sondern kann ganz einfach etwas Neues herunterladen.
Ob allerdings meine Kinder diese Freizeitbeschäftigung übernehmen, bezweifle ich. Den jungen Leuten ist das Handy inzwischen an der Hand festgewachsen. Aber vielleicht schaffen sie es, zwischen lesen und schreiben von SMS und im Internet surfen, ein paar Seiten im E-Book zu blättern.

Lächeln, und alles wird gut

Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass wir leichten Stress einfach mit einem Lächeln wegschieben können. Es braucht nicht einmal ein echtes Lächeln zu sein. Menschen, die berufsbedingt ständig lächeln, wie Verkäufer oder Frisöre, müssten dementsprechend gesünder sein. Allerdings fehlte dazu ein Vermerk in dem Artikel. Nur gegen Dauerstress soll es nicht helfen. Da wird Yoga oder autogenes Training empfohlen.
Also liege ich mit meiner Vorliebe für lustige Filme und Bücher richtig. Ich verschwende beim Lesen auch nicht meine Zeit, sondern tue etwas für meine Gesundheit.

Liebesromane

Was ist schöner, als an einem freien Tag oder Abend sich ein gemütliches Plätzchen zu suchen und zu schmökern. Am besten in einem Liebesroman. Egal, ob historisch, zeitgenössisch, humorvoll oder traurig. Für ein paar Stunden versinke ich in ihnen und vergesse die Welt um mich herum. Besonders in der dunklen Jahreszeit, wenn sich meine Stimmung auf einem Tiefpunkt befindet, bevorzuge ich sie. Oder im Urlaub, wenn ich am Strand oder im Hotel entspanne, wünsche ich mir etwas Leichtes.
Einige finde ich so herrlich, dass ich sie immer wieder lese. Manche lese ich nur einmal. Trotzdem bereue ich es selten, sie gelesen zu haben. Und andere wiederum hinterlassen einen bleibenden Eindruck, wie „Vom Winde verweht“ oder „Kalifornische Sinfonie“.