Archiv für den Monat August 2019

Woher kommen die Schreibideen –  „Kuraufenthalt an der See“

Bei einem Ostseeurlaub auf Usedom gab es in unserem Hotel nicht nur für die Übernachtungsgäste Frühstück, sondern auch für Fremde.  Da wir ziemlich abgelegen wohnten, überlegte ich, wer wohl dort frühstücken würde. Die meisten machten sich in ihren Appartements sicher selbst Frühstück, was ja viel preiswerter ist. Doch schräg gegenüber lag eine Kurklinik und als ich einen älteren Herrn mit einem Jüngeren sah, wahrscheinlich seinem Sohn, überlegte ich, ob der Sohn nicht seinen kurenden Vater besuchte.

Dazu kam eine Geschichte, die einer Freundin von Pflegern nach einer Blinddarmoperation erzählt wurde. Von einem Patienten, der, statt vor einer Bauchoperation zu fasten, heimlich aus den Krankenhaus geschlichen war und draußen noch Scholle mit Kartoffelsalat gegessen hatte. Die Ärzte fanden es bei der Operation heraus. Der Patient überlebte seine Unvernunft leider nicht.

Und so entstand meine Geschichte „Kuraufenthalt an der See“ aus „Sonne, Strand und Federwolken“. Da es eine Liebesgeschichte ist, überlebt Frederike natürlich ihre Diätsünden. – Ob sich viele Kurärzte ärgern, weil ihre Patienten auswärtig sündigen?

Woher kommen die Schreibideen – „Allein auf Rügen“

Wer kennt es nicht? Da ist man im Urlaub, aber statt des erhofften Sonnenscheins, gibt es Dauerregen und schon nach kürzester Zeit hat man seine mitgebrachten Bücher ausgelesen, also geht man shoppen, durchwühlt sämtliche Läden, kauft unnötigen Schnickschnack und – ganz wichtig – neuen Lesestoff. Wie viel schrecklicher muss es sein, wenn man allein Urlaub macht?

Manchmal begegnet man  im Urlaub zufällig auch Bekannten. So haben wir auf einer Reise gleich drei Kindergarteneltern getroffen. Ein anderes Mal bummelten wir in Zinnowitz durch die Einkaufsstraße, als wir gerufen wurden. Überrascht sahen wir uns  um und entdeckten unsere Nachbarn, die uns von einem Café zuwinkten.

Aus solchen kleinen Erlebnissen lassen sich prima Urlaubsgeschichten entwickeln.

Woher kommen die Schreibideen – „Quallenalarm“

Habt Ihr schon mal in Dänemark an der Ostsee Urlaub gemacht? Wenn man Pech hat und der Wind ungünstig steht, ist das Wasser voller Quallen. Ein Bekannter erzählte, wie er versucht hat, den dichten Quallengürtel zu untertauchen. Leider hatte er die Entfernung unterschätzt und tauchte mitten in einer  Qualle auf. Schrecklich.

Normalerweise sah ich nur wenige Quallen in der Ostsee und machte dann vorsichtig einen Bogen um sie herum, auch wenn es harmlose Tiere waren. Aber ich mag sie einfach nicht. Doch eines Tages kam ich zum Strand und wunderte mich, warum keiner badete. Langsam tastete  ich mich ins kalte Wasser, um  mich daran zu gewöhnen. Plötzlich sah ich vor mir eine Riesenqualle, bestimmt in Schlapphutgröße. Obwohl ich vorher noch nie bewusste eine Feuerqualle gesehen hatte, wusste ich genau, dass es eine war.  Entsetzt wich ich nach rechts aus, nur um vor der nächsten, noch größeren zu stehen, links schwamm  auch eine.  Egal wohin ich sah, überall waren diese riesigen orangefarbenen Feuerquallen. Sie umzingelten mich regelrecht. Verängstigt tastete ich mich im Schneckentempo im Zickzack durch diesen Feuerquallengürtel.  Und war erleichtert, als ich endlich das rettende Ufer erreicht hatte. An diesem Tag ging ich nicht mehr schwimmen und verstand, warum die anderen Feriengäste sich lieber sonnten als zu baden. Seither achte ich immer vorher darauf, ob ich irgendeine Qualle im Wasser entdecke oder ob es ein besonders auffälliges Verhalten bei den anderen Strandbesuchern gibt.

Rena gerät in „Quallenalarm“ so wie ich damals in Panik und weiß nicht, wie sie sich retten soll. Die Geschichte ist in „Sonne, Strand und Federwolken“ nachzulesen.