Archiv für den Monat Oktober 2013

Nach dem Sturm

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie hilflos wir modernen Menschen immer noch den Naturgewalten gegenüberstehen. Unsere technische Welt ist so anfällig. In Hamburg fiel fast der gesamte Nahverkehr aus. Aber dank spontaner Fahrgemeinschaften fanden wir trotzdem nach Hause.

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Marion Pletzer

Marion Pletzer lebt mit ihrem Mann auf einem kleinen Bauernhof im Sauerland. Dort versorgt sie Hund, Katzen, Pferde und Geflügel. Wenn die Arbeit erledigt ist, schreibt sie folgerichtig Geschichten über ihre Tiere, wie „Die Perle auf dem Hühnerstall.“ In den Anthologien „Der gestreifte Spanier“ und „Im Leben“ geht es mal heiter, mal skurril oder auch mordlustig zu. Aber immer wunderbar zu lesen.

In der Tanzreihe „Quick, quick, slow – Tanzclub Lietzensee“ stammt „Tanz bei offenen Türen“ von ihr. Ein Buch über den Alltag der Clubsekretärin Marga Fischer.

Und wieder wird getanzt

Der fünfte Roman der Tanzreihe „Quick, quick, slow – Tanzclub Lietzensee“ ist erschienen. „Tanz der offenen Türen“ von Marion Pletzer ist eine warmherzige Geschichte um die Eheprobleme von Marga Fischer, der guten Seele des Vereins.

Gesellschaftliche Aufgaben von Vereinen

Sportvereine leisten viel für die Gemeinschaft. So integrieren und erziehen sie Kinder, auch solche, mit denen es woanders Probleme gibt. Unruhige Kinder können sich austoben und lernen Regeln. Mitglieder, die kaum Deutsch sprechen, finden Freunde und lernen nebenbei die Sprache. Und Behinderte können in speziellen Gruppen Sport treiben.
Eine Reihe Vereine bietet Gesundheitssport an. Nachdem die Krankenkassen immer mehr Leistungen gestrichen haben, geht man mit Rückenschmerzen nicht mehr zur Massage, sondern zur Rückengymnastik in einem Sportverein. Herzsportgruppen dienen der Rehabilitation. Teilweise werden diese Kurse sogar von den Kassen bezuschusst.
Natürlich kommt auch der Leistungssport nicht zu kurz. Viele Sportvereine haben eine Sportart, die bei ihnen groß geschrieben wird, wo sie spezielle Trainer einstellen und dementsprechend guten Nachwuchs haben.
Dabei arbeiten die meisten Übungsleiter für eine kleine Aufwandsentschädigung. Reich wird keiner dabei. Aber die Freude mit Menschen zu arbeiten und anderen sein Hobby nahezubringen, sorgt für genug Hilfskräfte.

Sind Vereine bieder und verstaubt?

Wer geht heute noch zum Sportverein? Viele wollen sich nicht mehr langfristig binden, deshalb sind ihnen Kurse mit einer beschränkten Stundezahl lieber. Kein Wunder, bei dem Freizeitstress, den wir uns selbst bereiten. Wer jeden Abend unterwegs ist, freut sich, wenn er weiß: Nach zehn Abenden ist endlich wieder Ruhe.
Außerdem bedeutet Verein mehr als Fußballspielen oder Turnen. Wichtig sind die sozialen Kontakte, angenehm für frisch Zugezogene, Überforderung für Menschen mit einem großen Bekanntenkreis.
Natürlich kann jeder selbst so viel einbringen oder mitmachen wie er will. Niemand muss an der Weihnachtsfeier, der Silvesterparty und dem Faschingsfest im Winter und der Fahrradtour und dem Grillen im Sommer teilnehmen. Allerdings entstehen gerade dadurch Freundschaften, die häufig weit über das aktive Sportleben hinaus reichen.
Da gibt es Gruppen, die sich selbst organisieren und Spieleabende, Ausflüge oder sogar Reisen veranstalten. Andere wiederum sagen sich beim Training kaum guten Tag und auf Wiedersehen und haben überhaupt keinen privaten Kontakt.
Vereine entstanden im 19. Jahrhundert. Sie ermöglichen es, ohne große Kosten Sport zu treiben oder anderen Interessen in einer Gemeinschaft nachzugehen.
Vereine können nur deshalb preiswerter als gewerbliche Anbieter sein, weil die meisten Arbeiten ehrenamtlich erledigt werden. Im Zeitalter der Schnelllebigkeit ein Problem. Ein Ehrenamt kostet viel Zeit und bringt statt Ehre eher Frust ein, wenn die Mitglieder wieder einmal meckern, dass alles nicht so perfekt läuft, wie sie es sich wünschen. Daher ist es schwierig, Mitglieder zu einem Amt zu überreden. Es ist wie bei den Fußballfans: Alle wissen und können es besser, aber keiner macht es.
Natürlich versuchen Vereine mit der Zeit zu gehen und Trendsportarten ebenso wie Kurse anzubieten. Und solange es Kinder gibt, die zum Kinderturnen oder Fußballspielen gehen, und Senioren, die vom Arzt zur Rückengymnastik oder in die Herzsportgruppe geschickt werden, wird es Sportvereine geben.