Archiv für den Monat Februar 2013

Blut ist im Schuh, der Schuh ist zu klein

Damit die Füße in der Ballnacht heil bleiben, brauchen richtige Tänzer natürlich die passenden Schuhe. Gummisohlen gehen gar nicht, da die Tänzer sich drehen müssen. Gummi würde die Bewegung stoppen und die Gelenke zu stark belasten. Also sagen schon die Tanzlehrer ihren Anfängern, dass sie Schuhe mit Ledersohlen tragen sollen. Gar nicht so einfach. Welche Schuhe haben heute noch Ledersohlen?

Außerdem rutschen glatte Ledersohlen viel zu stark, deshalb tragen Menschen, die nicht nur ab und zu tanzen, sondern regelmäßig, besondere Tanzschuhe.

Tanzschuhe haben eine Chromledersohle, d. h. eine Sohle aus rauem Leder. Nach dem Tanzen, wenn Dreck und Wachs eine Schicht gebildet haben, werden sie mit einer Drahtbürste sorgsam gereinigt.

Die Sohlen sind dünn, damit man den Boden spürt, und dementsprechend empfindlich. Deshalb werden die Schuhe nur im Tanzsaal und nicht im Freien getragen. Zumal man mit ihnen schnell nasse Füße hätte.

In einschlägigen Geschäften hat man eine Riesenauswahl. Für die Damen geschlossene Standardschuhe oder vorne offene Lateinschuhe in allen möglichen Farben und Absatzhöhen, dazu schmale und breite Modelle. Aschenputtels Schwestern hätten also lieber Sandaletten probieren sollen.

Natürlich können auch Männer aus einem großen Sortiment wählen, nur bei der Farbe herrscht schwarz vor.

Für Vieltänzer wie Trainer gibt es Trainerschuhe, die zwar nicht so elegant, dafür bequem sind und die Füße schonen, wenn man lange in ihnen stehen muss. Die richtigen Schuhe geben Halt und sollen gut sitzen. Es lohnt sich, sich umzuschauen und so lange anzuprobieren, bis man die geeigneten gefunden hat.

Die Verkäufer in den Schuhläden erzählen, dass sie die Tanzschuhe nicht nur an Tänzer, sondern auch an Ballbesucher und Bräute verkaufen. Heutzutage ist es schließlich nicht mehr modern, an Bäumchen zu rütteln, damit silberne Schuhe herabfallen.

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Sag’s mit Blumen

Wer mag keine Blumen? Wer mag keine Geschenke? Vermutlich freut sich jeder, wenn er ehrlich ist, über eine kleine Aufmerksamkeit. Gut, bei einigen besteht die Kleinigkeit vielleicht aus einem hochkarätigen Diamanten, bei anderen nur aus einem kleinen Schokoladenherz. Wichtiger als das Materielle ist sicherlich die Aufmerksamkeit, die damit verbunden ist. Und so ist ein gemeinsamer Spaziergang, ein Spieleabend oder ein langes Gespräch bei einer Tasse Tee sicher wertvoller, als ein von der Sekretärin besorgter Brillantring.

Während ich früher Schnittblumen nicht so sehr schätzte, weil sie so schnell verblühen, freue ich mich heute darüber. Vor allem im Winter, wenn es draußen dunkel ist, Regen und Schnee mich von Spaziergängen abhält und ich zu nichts mehr Lust habe. Dann hellt ein bunter Frühlingsstrauß oder eine kleine blühende Primel meine Stimmung auf. Dazu muss es aber nicht unbedingt Valentinstag sein.

Solche kleinen Geschenke kann ich mir notfalls auch selbst machen. Deshalb habe ich mir gestern Primeln aus dem Sonderangebot besorgt. Bis sie verblüht sind, scheint die Sonne hoffentlich wieder.